Agnosis hat den Sonderpreis des Deutschen Kurzfilmpreises gewonnen

Am 17.11.2016 wurde AGNOSIS in der HFF München mit dem mit 20.000€ dotierten Sonderpreis des Deutschen Kurzfilmpreises ausgezeichnet.

Die Jurybegründung:
„Ein Student in Odessa steigt am orthodoxen Weihnachtstag 2012 in die ihm vertrauten Katakomben eines ehemaligen Bergwerks hinab, um dort zu meditieren. Seitdem ist er spurlos verschwunden. Anita Müllers Film „Agnosis“ lässt unterschiedliche Personen zu Wort kommen und Vermutungen (mehr …)

Agnosis animierter Dokumentarfilm

Am orthodoxen Weihnachtstag 2012, dem 7. Januar, fährt ein Odessaer Student in die dortigen Katakomben, um in diesem verzweigten System ehemaliger Bergbauschächte zu meditieren. Er kennt seinen Weg und möchte auch diesmal allein im Schacht übernachten. Seitdem ist er spurlos verschwunden.

Le Carrousel Musikvideo

Le Carrousel (DE 2013, 2:20 min, Animation. Musik: Reentko.)

Ein klappriges Karussell im Park nimmt ein Kind mit auf einen Flug – durch Phantasielandschaften, bunte Berge bis zum Meer.

Dank an: DIAF (deutsches Institut für Animationsfilm) und den Internationalen Workshop für Animationsfilm, Krakau, PL.

The Desert House Videoinstallation

The Desert House (DE 2013, 7:20, Videocollage, Loop)

The Desert House vereint Zeichnungen, Filmaufnahmen einer Fernreise und die Innenräume in einer verlassenen Stadtvilla. Im Loop von Abend durch Nacht bis zum Morgen wird eine traumartige Situation geschaffen, in der Fülle und Leere, Öffnung und Schließung, Schweigen und Gesprächsfetzen einander abwechseln.
Dank an: Werkleitz und Florian Marquardt.

Die chthonische Stadt animierter Dokumentarfilm

ktk-025 ktk-024 ktk-023 ktk-022 ktk-021 ktk-020 ktk-019 ktk-018 ktk-017 ktk-016 ktk-015 ktk-014 ktk-013 ktk-012 ktk-011 ktk-010 ktk-009 ktk-008 ktk-007 ktk-006 ktk-005 ktk-004 ktk-003 ktk-002 ktk-001

Mit der Gründung der Stadt Odessa 1794 begann man, unter der Stadt Gestein abzubauen, um Baumaterial zu gewinnen. Dabei entstand ein viele Hundert Kilometer umfassendes labyrinthartiges Netz. Im 19. Jahrhundert haben die Bergarbeiter an vielen Wänden Zeichnungen hinterlassen. Unter Häusern dienten die Hohlräume als Vorratskeller, Verbindungsgang oder Depot für Schmuggelware. In Kriegen versteckten sich unter der Erde Zivilisten, Partisanen und Deserteure. Heute verbringen vor allem Speläologen und Abenteurer Zeit in den Katakomben. In den Erzählungen fließen Fakten, eigene Mythen und Erfahrungen zusammen, wie auch die Bilder aus dem unterirdischen Raum mehrere Ebenen von Realem bis Vorgestelltem durchdringen.

Ich danke herzlich dem DAAD für die Förderung des Projektes, sowie auch allen Helfern und Führern, die den Film möglich gemacht und mich durch das unterirdische Odessa geleitet haben. Besonderen Dank an: Prof. K.K. Pronin (ONU), Dr. A. Krasnozhon, Ruslan Smeshshuk (ATV), Dmitrij Dokunov (ATV), Zhenja Karteljan, Aleksandr Samorukov, Sergej Saltison, Prof. Shevshshuk (ONU), Zhenja Romanov, Zhenja Mishshenko, Igor‘ Grek, Aleksandr Chubar, sowie die Mitglieder des speläologischen Klubs Poisk.

Unter Menschenfressern Animationsfilm

Unter Menschenfressern beschreibt die Reise in und durch ein unbekanntes Land. Eine kindhafte Stimme liest Passagen aus einem der ältesten ethnografischen Reiseberichte, dem Tagebuch des Missionars Jean de Léry. Diese bereiste 1556 als Missionar Brasilien.

In seinen Schilderungen widersprechen sich Passagen der Bewunderung für den schlichten und Lebensstil der Ureinwohner mit nüchternen Beschreibungen ihrer Versklavung und Marterung durch die Besatzer.
Exemplarisch fließt dieser Text durch die tuschegmalten Traumlandschaft als bitterer Fluss, der mit der Faszinazion an der Fremde beginnt und ihre Zerstörung offenbart.

A Postcard From the Past Animationsfilm

A Postcard From the Past (DE/CZ 2019, 5:40, Animation)

A Postcard From the Past zeigt eine verwirrende Episode im Stil alter, handgemachter Stop-Motion-Trickfilme. In einer Postkartenfabrik kommen Karten abhanden und verlassen wie selbstständig die Fabrik. Die scheinbare Lappalie endet in einer Gefängniszelle. In einer Szenerie zwischen heimeliger Nostalgie und Bedrohlichkeit bleiben Personen und Zusammenhänge unsichtbar.

Skizzen (2014)

Entstanden auf der Halbinsel Krim und in Odessa, während des Drehs für den Film Agnosis.

Skizzen (2013)


Skizzen aus 2013.

Aquarelle (2013)

Entstanden während der Recherche zum Film Agnosis 2013 in Odessa (Ukraine) und auf der Halbinsel Krim.

Zeichnungen (2012)